Studie zur Optimierung von Simulationsmodellen im Radsport

Studie mit Praxistests zur Modellierung des menschlichen Energiestoffwechsels unter Belastung

21.08.2020

Simulationsmodelle können eine sinnvolle Ergänzung zur Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung darstellen. Wir haben uns hier zum Ziel gesetzt, die Rechenmodelle labortechnisch zu überprüfen und Ergebnisse zu veröffentlichen.

Eine neue Studiengruppe (Firma Focus:Diagnostik, Firma SNDC, Firma Strongerlab und Firma mesics) arbeitet mit führenden Diagnostikzentren Deutschlands an einer Optimierung der veröffentlichten frühen Simulationsmodelle von Prof. Mader und Prof. Heck (1984) zur Bewertung des Energiestoffwechsels unter sportlicher Belastung. Eine hohe Reliabilität, Validität und Praxisrelevanz dieser Modelle verlangt eine laufende Anpassung metabolischer Steuerparameter unter kontinuerlichem Abgleich mit Ergebnissen aktueller medizinischer Labortests höchster Qualitätsstufe. Hierbei sind Untersuchungen der vLaMax, der VO2max, der Muskelmasse und eine ausführliche Trainings- und Wettkampfanalyse zunächst zwingend erforderlich.

Dazu beteiligte sich mesics an einer weiteren nicht-öffentlich finanzierten Studie mit 14 Teilnehmern aus dem Leistungsradsport in Flensburg Mitte September 2020.

Die gewonnenen Studienergebnisse haben wir hier als Dokument veröffentlicht.

Vorweg: Die Korrelation zwischen aus der Praxis bestimmten FTP (Wettkampf- und Trainingsdaten) und simuliertem CP war mit r=0.89 hochsignifikant. Dennoch sind individuelle Abweichungen bis zu 50 Watt aufgetreten, obwohl die Messbedingungen optimal waren und keine weiteren Annahmen getroffen wurden. Die spirometrisch bestimmte VT2 lag wie zu erwarten deutlich über dem CP.

Aussicht: In Kürze wird im Rahmen einer Anschlußstudie bei den selben Probanden der MLSS bestimmt, um FTP und CP mit dem Goldstandard zu überprüfen.

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